Fußball: Immenhausens Bürgermeister begründet die Absage des Gruppenliga-Spiels gegen Grebenstein
Immenhausen. Für Augenreiben und Erstaunen sorgte in Fußballkreisen die Absage des Gruppenligaspiels zwischen der TSV Immenhausen und dem TuSpo Grebenstein. Dass dem so ist, weiß auch Immenhausens Bürgermeister Herbert Rössel, aber, so betonte er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung: „Der Platz war nicht bespielbar.“
An den Seitenlinien sei es optimal gewesen, doch in der Mitte des Platzes, vom Anstoßpunkt bis zum Torraum hätten sich deutliche Schäden in der Grasnabe gezeigt. „Da waren richtige Pfützen.“ Woran dies liegt, könne er nicht sagen. Rössel: „Wir rätseln selbst.“Normalerweise zählt der Platz im städtischen Bernhard-Vocke-Stadion zu jenen Spielfeldern, die lange bespielbar sind, selbst wenn andernorts schon Begegnungen abgesagt werden müssen. Warum es in diesem Jahr anders ist, kann Rössel nicht sagen. Am Freitag spielte noch die dritte Mannschaft im Stadion, am späten Samstag vormittag wurde dann immer deutlicher, dass der Platz keine weiteren Spiele mehr verträgt.
Hätte man die erste und zweite Mannschaft spielen lassen, so Rössel, dann wären vermutlich größere Schäden die Folge gewesen. Und wegen eines Fußballspiels würde er nicht mögliche Sanierungskosten riskieren, die schnell 10 000 Euro betragen können. Rössel: „Das ist es nicht wert und das kann man niemandem erklären.“
Auch er selbst bedauere, dass das Derby, das erste seit neun Jahren, abgesagt werden musste. Rössel: „Ich hatte mich schon auf eine Bratwurst im Stadion gefreut.“ Auch Siegfried Exner, Fußballchef der TSV Immenhausen, ist nicht glücklich über die Verschiebung. Das Zuschauerinteresse am vergangenen Samstag wäre mit Sicherheit größer gewesen als es beim Nachholtermin am Donnerstag sein wird. Mit der Spielabsage habe man sich folglich finanziell ins eigene Fleisch geschnitten, sagt Exner und verweist zugleich darauf, dass die Absage ja nicht vom Verein, sondern von der Stadt als Eigentümerin veranlasst wurde.
Am Donnerstag will man aber auf jeden Fall spielen, sagt Exner. Und wenn es bis dahin weiter regnet“ Exner: „Dann weichen wir auf den Sportplatz an der Jahnturnhalle aus.“ Der sei zwar nicht so schön und biete auch für die Zuschauer keinen Regenschutz wie die Tribüne im Vocke-Stadion, aber man wolle ja nicht schon im September mit den Spielen in Verzug kommen. Allerdings hoffe er, dass es bis Donnerstag trocken bleibt und der Platz bespielbar sein wird. Eine Verlegung auf den Jahnsportplatz sei nämlich immer auch ein logistisches Problem. Das aber sei angesichts der Spannung, die in der Partie liegt, natürlich zweitrangig. (mrß)
Quelle: HNA.de







































